Billard ist seit Jahrhunderten eine enorm populäre Sportart. Viele Leute haben mit Billard ein anspruchsvolles Hobby gefunden. Spätestens seit dem Siegeszug des Fernsehens und den damit einhergehenden regelmäßigen Übertragungen der renommiertesten Billard- und Snooker-Turniere ist diese Präzisionssport ein echter Publikumsmagnet und lockt massenhaft Zuschauer an die TV-Geräte oder in die Billardhallen. Geniale Billard- oder Snookerspieler wie Niels Feijen, Darren Appleton, Mark Selby, Earl Strickland, Nick Varner, Steve Davis und Stephen Hendry haben viele Menschen zum Billard oder Snookerspiel gebracht. Das liegt zum einen an den herausragenden Fähigkeiten dieser Persönlichkeiten, zum anderen auch an den vielen verschiedenen Spielvarianten des Billards. Billard stellt je nach Disziplin ganz unterschiedliche Herausforderungen an den Spieler, sowohl was die Präzision als auch die Taktik betrifft. Die Herkunft des Spiels selber ist dabei nicht völlig geklärt; der Begriff Billard leitet sich jedoch vom französischen Wort bille für Kugel beziehungsweise Ball ab.

Bekannte Spielvarianten des Billards sind beispielsweise Poolbillard, Snooker, Carambolage oder Englisches Billard. Poolbillard ist dabei die wohl populärste Art des Billardspiels. Gerade 8-Ball wird im Freizeitbereich sehr häufig gespielt. Ob in Gaststätten, Kneipen oder in Billardsalons – immer mehr Menschen stellen sich den Herausforderungen des Billardspiels. Auch in den eigenen vier Wänden trifft man immer öfter Billardtische. Wer über den nötigen Platz, wie etwa einen großen Hobbyraum im Keller, verfügt, kann auch Billard zu Hause spielen. Um optimale Voraussetzungen für eine Billardpartie zu schaffen, sollte man sich im Vorfeld intensiv damit beschäftigen, welche Billardtische es überhaupt gibt und wie sie sich in Größe, Qualität und in den verwendeten Materialien unterscheiden. Zudem gilt es beim Kauf eines Billard Tisches zu beachten, ob er lediglich für den privaten Bereich gedacht ist oder auch bei offiziellen Turnieren zum Einsatz kommen soll. Im letzteren Fall gibt es strenge Vorschriften seitens der Deutschen Billard Union (DBU), die konkret vorschreiben, welche Eigenschaften Billardtische für den Turnierbetrieb haben müssen.

Snooker – ein Sport der viele Begeistert

Wer einen Billardtisch kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Natürlich gibt es je nach Billard Disziplin erhebliche Unterschiede in der Größe, in der Spielflächengestaltung und im Aufbau des Tisches. Der Snookertisch ist mit 12 Fuß der größte Billardtisch. Er hat die stattlichen Ausmaße von 3556 mal 1778 Millimetern und ist bis zu 1500 Kilogramm schwer. Wie auch der Poolbillard Tisch verfügt der Snookertisch über vier Lochtaschen in den Ecken und zwei Mitteltaschen. Die Höhe des Tisches liegt zwischen 851 und 876 Millimetern. Die Spielfläche hochwertiger Snookertische ist mit grünem Tuch aus Kammgarn überzogen. Unter diesem Tuch befindet sich eine Schieferplatte, die bis zum fünf Zentimeter dick ist. An den Banden des Tisches sind Naturkautschukleisten unter dem Tuch angebracht. Unterhalb, an den Längsseiten des Snookertisches befinden außerdem zumeist Vorrichtungen, in den die Snookerqueues und die diversen Verlängerungshilfen wie Rest, Hook Rest, Spider oder Swan abgelegt werden können.

Im Gegensatz zum Snooker- und Billardtisch hat der Spieltisch für Carambolage keine Löcher beziehungsweise Taschen für das Versenken der Kugeln, sondern eine geschlossene Spielfläche, die durch die vier Banden begrenzt ist. Bei Carambolage gibt es offiziell drei Tischformate. Das sind Tische für Matchbillard mit einer Größe von 2840 mal 1420 Millimetern, Tische für das Halbmatchbillard mit 2300 mal 1150 Millimetern sowie für das kleine Billard mit 2100 mal 1050 Millimetern. Kegelbillard, eine Variante des Carambolage-Billard wird auf einem Tisch mit den Maßen 1800 mal 900 Millimetern gespielt.

Einen Poolbillard Tisch für zu Hause kauft man selten mehrmals. Daher ist es umso wichtiger, dass man sich für ein Modell entscheidet, an dem man lange Freude hat. Natürlich ist die Größe des Tisches abhängig von den Platzverhältnissen die zu Hause herrschen. Nicht jeder nennt einen großzügigen Hobbyraums ein eigen, in dem ein großer Billard Tisch aufgestellt werden kann. Doch auch für eher beengte Platzverhältnisse gibt es eine Lösung. Hierfür stehen dem leidenschaftlichen Billardspieler beispielsweise kleinen Spieltische im A4-Format oder in anderen kleineren, platzsparenden Größen zur Verfügung. Solche Spieltische eignen sich natürlich nicht für den Turnierbetrieb, garantieren aber bei Partys oder auch im Kinderzimmer für jede Menge Spaß. Es gibt sogar Modelle, auf denen mehrere Spiele gespielt werden können. Diese Spieltische vereinen neben Billard beispielsweise auch einen Kickertisch, Speed Hockey und Tischtennis. Wer jedoch einen Billardtisch kaufen möchte, der höheren Ansprüchen genügt, entscheidet sich in der Regel für einen 8-Fuß-Tisch oder einen 9-Fuß-Tisch. Während der 8-Fuß-Tisch 2240 mal 1120 Millimeter groß ist und über ein Mindestgewicht von 300 Kilogramm verfügt, zeichnet sich der 9-Fuß-Tisch durch eine Größe von 2540 mal 1270 Millimetern und einem Mindestgewicht von 350 Kilogramm aus. Die Höhe des Tisches liegt 750 und 850 Millimetern.

Allen gemeinsam ist das Bandentuch, das in den meisten Fällen grün ist. Billard Tische kann man aber in allen erdenklichen Farben und Tucharten kaufen. Ob Blau, gelb oder gar gemustert – erlaubt ist letztendlich, was gefällt. Auch hier gilt es jedoch zu beachten, dass bei offiziellen Turnieren genaue Vorschriften in Bezug auf Qualität und Farbe des Bandentuches gelten. Beim Kauf eines 8- oder 9-Fuß Billardtisches für den Hobbyraum oder das eigene Lokal sollte man darauf achten, dass mindestens anderthalb Meter Platz  ab der Tischaußenkante für die Spieler vorhanden sein sollten. Andernfalls ist ein ordentliches Billardspiel nicht wirklich möglich. Als Faustregel gilt, dass ein 9-Fuß-Tisch Raum von etwa 26 Quadratmetern benötigt.

Welche Bestandteile machen nun einen Billardtisch aus? Zu nennen ist hier zunächst die eigentliche Spielfläche, die aus zwei bis drei geschliffenen Schieferplatten besteht. Hochwertige Billardtische verfügen über Platten von mindestens 25 Millimetern Dicke, die mittels eines Zwei-Komponenten-Spachtel aneinandergefügt und anschließend plangeschliffen werden. Mitunter trifft man auch auf einteilige Schieferplatten, die aber wegen des schwierigeren Transports eher selten verwendet werden. Preiswertere Modelle verfügen statt der Schieferplatten über Werkstoffplatten. Über die Platten wird dann das Tuch gespannt. Wichtig ist dabei, dass das Tuch auf der Tischfläche und auf den Banden maximal straff gespannt ist und die Oberfläche des Tisches absolut flach und horizontal sein muss. Ein Billard Tisch besteht ferner aus dem äußere Rahmen, dem sogenannten Bandenspiegel. Dieser Bandenspiegel muss mindestens 10 Zentimeter breit sein, damit gewährleistet ist, dass der Spieler sine Finger zur Queueführung auflegen kann. Charakteristisch für einen Billardtisch sind seine Markierungen auf dem äußeren Rahmen sowie die insgesamt sechs Senk- beziehungsweise Lochtaschen an den vier Ecken und zwei Längsseiten. Die Bande selbst zeichnet sich durch eine bestimmte Bandendichte aus. Diese bestimmt, wie sich die Billardkugel beim Aufprall an der Bande verhält und ist zudem entscheidend für das Lauf- und Effetverhalten der Billardbälle. Die Härte einer Bande definiert sich aus der Gummimischung, die bei der Herstellung eines Billardtisches verwendet wird.

Wie bei einem Snookertisch befindet sich unterhalb, an den Längsseiten des Billardtisches zumeist eine Vorrichtung, in der die Billard Queues und Queue-Brücken abgelegt werden können. Viele Billardtische sind zudem mit einem Rücklaufsystem für die Kugelrückführung ausgestattet. Dabei werden die gelochten Spielkugeln unterhalb der Spielebene am Fußende oder seitlich an eine Sammelstelle geleitet. Auch wenn die weiße Kugel versehentlich gelocht wird, wird sie dort zur Wiederbenutzung ausgeworfen. In Gaststätten oder auch in Billardhallen findet man zudem sehr häufig sogenannter „Münzer“. Hierbei handelt es sich um Billardtische mit Münzeinwurf. Die Ballauslösung erfolgt dabei mechanisch oder elektronisch über eine integrierte Batterie. Zumeist muss ein Euro eingeworfen werden, damit die Billardkugeln ausgeworfen werden und ein Billardspiel beginnen kann.

Bei der Entscheidung für einen Billardtisch sollte man mehrere Eventualitäten in die Überlegungen einbeziehen. Ist man ambitionierter Amateur, der auch in Zukunft häufig spielt und zu Hause regelmäßig trainieren möchte? Oder wird der Tisch in der Regel dafür genutzt, um Freunde einzuladen und dann und wann eine Partie zu spielen? Daraus ergeben sich die Anforderungen, die sowohl an die Größe als auch an das Material gestellt werden müssen. Ist eventuell ein Umzug ins eigene Haus geplant und steht ein großer Kellerraum für einen neuen, hochwertigen Billardtisch zur Verfügung? Oder macht es vielmehr Sinn, seiner Billardleidenschaft in einer großen Billardhalle oder im Verein mit professionellen Billardtischen nachzugehen? Billardtische gibt es für jeden Anspruch und – natürlich – für jeden Geldbeutel: vom einfachen Spieltisch für Kinder und schlichten Billardtischen aus Spanplatten für den Hausgebrauch über robuste Varianten für Schulen oder Jugendclubs bis hin zu von der DBU zertifizierten Modellen und exklusiven Tische aus italienischen Schieferplatten und einem Unterteil aus edlem Massivholz. Wer dauerhaft und regelmäßig Billard spielt, sollte in jedem Fall zu einem Billardtisch von erstklassiger Qualität mit einem entsprechend hohen Preis greifen. Nur dann ist gewährleistet, dass man auch noch nach vielen Jahren viel Freude mit seinem Billardtisch hat.