9-Ball hingegen wird nach einheitlichen Regeln gespielt. Die Poolbillardvariante 9-Ball ist sehr beliebt, da sie enorm einfach zu erlernen ist und auch ungeübten Spielern durchaus die Chance gibt, gegen einen geübten Gegner zu gewinnen. 9-Ball wird mit den Kugeln Nummer 1-9 gespielt, die in einer Raute aufgebaut werden. Dabei muss immer die Kugel mit der niedrigsten Augenzahl als erstes angespielt werden. Gewonnen hat der Spieler, der als Erster die Kugel Nummer 9 versenkt. Eine Ansagepflicht, besteht nicht. Auch Zufallstreffer sind durchaus erlaubt. So ist es zum Beispiel möglich, eine Kugel zu versenken, die eigentlich noch gar nicht an der Reihe ist. Wichtig ist aber, dass man zuerst die Kugel mit der niedrigsten Zahl angespielt hat. Diesen Spielzug nennt man auch Kombination. Scheitert ein Spieler beim Versenken der jeweiligen Kugel, kommt der Gegner zum Stoß. Kann ein Spieler die Kugel mit der niedrigsten Nummer nach dem Eröffnungsstoß nicht direkt anspielen, so kommt eine wichtige Sonderregel zum Tragen. Dann darf der Spieler das sogenannte „Push out“ spielen, was ihm erlaubt, dass er die weiße Kugel nach eigenem Ermessen irgendwohin spielen kann. Nach dem „Push out“ entscheidet der gegnerische Spieler, ob er übernimmt oder dem Spieler, der „Push out“ gespielt hat, den Billard Tisch überlässt. Fällt übrigens beim Eröffnungsstoß die Kugel mit der Nummer 9, so gilt das Spiel als gewonnen. Das gilt auch, wenn die Neun während des Spiels, auch unbeabsichtigt, versenkt wird, wenn zuvor die Kugel gespielt wurde, die eigentlich an der Reihe ist.